Der/die "Neue"
Zunächst ist vieles neu und es gibt viele Fragen. Nicht alle auf einmal stellen, manche Fragen für später notieren. Antworten auch notieren, um nicht unnötig mehrmals zu fragen.
Es hilft sehr zu gutem Betriebsklima, wenn der neue Kollege begreift, dass er nunmal zunächst 'der Neue' ist.
Besserwisser sind unbeliebt.
Dennoch hat der Neuling den Vorteil, dass er nicht betriebsblind ist. Er aknn ruhig fragen, warum manches "so und nicht adners" gemacht wird.
Kritik und voreilige schlüsse sollte er aber den Anderen ersparen; sich selbst aber für spätere Nutzung notieren.
Zum Verhältnis von Studierten und Praktikern
(aus einem Posting in einem Forum von
www.spotlight.de ):Ein fast fertig studierter Elektrotechnik Diplom-Ingenieur (Uni) stellt in einem Posting fest, dass er doch ein ziemlicher Theoretiker sei und dass fast jeder 'Azubi zum Kommunikationselektroniker im 2. Lehrjahr' besser messen könne als er.
- - - Antwort im Forum (zitiert mit Erlaubnis des Autors) - - -
Diese Erkenntnis, dass man Vieles nicht weiß und dass andere Manschen auf ihrem Gebiet wesentlich erfahrener und besser sein können, kommt manchen Studierten leider nie.
Solche Studierten leben diese Einstellung bewusst oder unbewusst aus.
Sie wundern sich dann gelegentlich, wenn die "Leute von der Werkbank" sie nicht leiden können, ihnen Informationen vorenthalten und dass vieles nicht klappt.
Vielleicht wundern sie sich auch nicht, weil sie in ihrer Borniertheit die von ihnen verursachten Kommunikationsprobleme gar nicht bemerken, oder die Schuld daran Anderen zuschreiben.
Und kannst Du Dir denken, was die Praktiker hinter dem Rücken dieser Leute reden?
"Sesself_rzer" wäre noch harmlos.
Wenn Studierte begreifen, dass sie nicht alles wissen und besonders in der Praxis Mängel haben, ist das ein wichtiger Schritt zu "Demut im guten Sinne".
Sie beginnen dann, die Menschen um sich herum und deren Fähigkeiten zu achten.
Sie sind dann in der Lage, zu den Leuten an der Werkbank oder in der Arbeitvorbereitung zu gehen und z.B. zu sagen: "Guck mal, ich habe das hier konstruiert; kann man das überhaupt rationell herstellen oder was könnte man daran noch verbessern?"
Ahnst Du, welche Prozesse das in der Firma Gang setzen kann?
Es geht bis dahin, dass der Studierte dann auch mal eine Tabelle programmiert, wievielen Litern die cm an einem Peilstab eines privaten Öltanks (liegender Zylinder mit halbkugeligen Enden) entsprechen, oder eine Tabelle zur Verwaltung von Eigentumswohnung
en.
Ersteres wurde übrigens zu einem der beiden Integrale, die ich während mneiner Berufstätigkeit jemals lösen musste.
Im Gegenzug: Die Praktiker kloppen dem Studierten mal schnell eine Wand im Häuschen raus, versetzen eine Tür und bauen woanders eine neue Wand.
Oder sie erklären ihm, wo man Material für den Hausbau billig bekommt und wie sich das eine oder andere Problem preiswert und solide lösen lässt.
Wenn der Stdierte dann noch den Praktikern zum Geburtstag gratuliert, sich beim Boss auch mal für sie einsetzt und der Sekretärin an deren Geburtstag ein kleines Sträußchen mitbringt, ist das Betriebsklima so, dass es nichts macht, wenn die Anderen (und a
uch er selbst) gelentlich noch mal darüber grinsen (oder ein freundliches Witzchen drüber machen), dass er doch immer noch ein ziemlicher Theoretiker ist.
Alles selbst erlebt, oder bei Anderen beobachtet.
Gruß JK (50 Jahre, ETechnik Uni-Darmstadt)
- - - Zitat Ende - - -
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etikette___umgang_mit_kollegen_und_vorgesetzten, Rev. 4, Zuletzt geändert 2006-04-22 10:14, 430 Aufrufe
