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Le Struthof, Konzentrationslagergedenkstätte, Cascade de Hohwald, Ferme Auberge Lindenhof und dann ab in Tilly`s Bed&Breakfast. Nur zu empfehlen !! (
http://www.anglofrenchbedandbreakfast.com/sitemap.html )Der Morgen hält zum Frühstück lauten Saeco Kaffee und leisen Schneefall für uns bereit. Wir besorgen uns noch Kippen und Startbier im örtlichen Spar. Die 8,3 Prozent ALkohol im belgischen Starkbier sorgen dafür, dass wir uns schon bei der ersten 8,3 prozentigen Steigung verlaufen. Nach kurzer Orientierung haben wir aber wieder den Friedensweg unter den Füssen. Nicht direkt zwar, denn mit jedem Meter Höhengewinn klemmt sich mehr Schnee zwischen Waldboden und Vibramsohle. Wir gehen auf der mit blauem Kreuz markierten Steigung bis zur Lichtung unterhalb von Le Struthof.
Kurz bevor wir auf die Lichtung stossen, hängen die verschneiten Äste so tief, dass sich beim Bücken darunterdurch die Karte mit einem gekonnten Satz aus Christofs roter Jacke verabschiedet. Immerhin hat er die Jacke da noch. Wir bemerken den Verlust noch rechtzeitig. Auf den Schreck nehmen im Restaurant 'Le Struthof' erstmal fünf Frühlingsbier. Noch vor der Bestellung einigen uns wir darauf nach diesem einen Bier auch sofort wieder aufzubrechen. Das schaffen wir auch. Zum erstenmal folgen wir nun den roten Rechtecken, die den GR 5 hier markieren. Direkt gegenüber des Gasthauses steht das Gebäude mit der Gaskammer, die zu der weiter oben gelegenen ehemaligen Konzentrationslager gehört. Das Lager ist heute ein auch im Winter gut besuchte Gedenkstätte. Weitere Informationen
hier.
Kurz oberhalb der Gedenkstätte zweigt der GR 5 von der Departementale nach rechts in den dicht verschneiten Wald ab, läuft aber weiter immer etwas unterhalb der Straße. Der Einfachheit halber bleiben wir weiter auf der geräumten Straße, die außer von uns nur von belgischen Skitouristen benutzt wird. Eine erste kurze Mittagspause folgt im Nebel, zu der nur ein Bierchen übrig ist. Wir halten uns eher an den Tee. Auf der Departementale kommt man später am Parkplatz der Langlaufloipen vorbei. Hier probiert ein Zeitgenosse gleichzeitig seine Ski an die Füsse zu bringen und seinen nach Auslauf lechzenden Hund zu bändigen. Ein großartiges Schauspiel. Da der Hund auch große Zähne hat sind wir mit unserem Spott zurückhaltend. Die Straße mündet kurz Zeit später in eine stärker befahrene Straße nach ????? es ist spiegelglatt und wir ziehen es vor durch den Wald Richtung Le Hohwald abzusteigen. Ein kleines Loch in der Wolkendecke läßt einen Blick Richtung Rheintal und Schwarzwald im Westen zu. Bei den Wasserfällen von Le Hohwald sehen wir allmählich erste Spaziergänger. Unterhalb biegen wir kurz vom Weg ab und bekommen in der Ferme Auberge Lindenhof zwei Bier und die Information, dass im roten Haus am Ortseingang rechts eine Übernachtungsmöglichkeit auf uns wartet. Man kann es nicht verfehlen. Und man sollte es nicht verfehlen.
Tilly erwartet uns schon. Sie weist uns unsere drei Zimmer zu und erklärt uns die Benutzung sehr detailiert. Gegen den Durst hat sie allerdings nur noch fünf Panachés. Sie merkt uns die mangelnde Begeisterung schnell an und wir können nicht verhindern, dass Tilly nochmal lostigert und einen Einkaufskorb mit zehn Bierchen bei irgendeinem Nachbarn besorgt. Da es bei Tilly kein Abendessen gibt, ziehen wir die Dorfstraße hinunter. Tilly versichert und dass sich alle freuen wenn wir kommen. Das Grand Hotel schliessen wir aus. Die Petit Auberge erscheint uns zu teuer. Im "La vielle grange" (zu deutsch: Die alte Orange) wirbt man mit Krombacher um unsere Gunst. Das Lokal ist übersichtlich und mit Skulpturen vollgestopft. Jan Killing heißt der Bildhauer. Er befasst sich sowohl mit Brunnenschnitzen als auch mit Schrottschweissen. Die Karte offeriert zum üblichen Chou-Krout garni Kartoffelreibeküchlein und Kartoffelaufläufe. Es ist Samstagabend und die Tische füllen sich rasch. Neben uns nehmen Flodders platz. Der Vater praktiziert öfter seinen offensiven Erziehungsstil an der Tochter, während Madame heiser dazu lacht. Arrêt pleurer!! Mange!! Oder zwei Minuten Eckestehen. Am anderen Nachbartisch feiert ein junges Elternpaar mit anderthalb jährigem. Der Knirps weiß genausowenig wie unsere Brut daheim, wie wunderbar sie es erwischt haben.
Zurück im B&B schauen wir noch kurz ins Sportstudio bevor wir uns in den rosa Salon ins Chiffonhimmelbett zurückziehen.
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22.03._le_rothau_nach_le_hohwald, Rev. 5, Zuletzt geändert 2008-04-29 13:18, 197 Aufrufe