Dritter Teil des Höhenweges der ligurischen Berge von Caprauna nach Pietralavezzra. Erster Teil 1996 von La Spezia nach Genua. Zweiter Teil 2005 von Ventimiglia nach Caprauna.
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| Anfahrt 14.04.2006 | Bahn bis Albenga Bus bis Caprauna | Abfahrt Bus (S.A.R.) ab Albenga 18:30, an Caprauna 19:58 |
| Karfreitag | Übernachtung: Locanda da Anselmo Tel.: 0174/391815 | |
| 1. 15.04.2006 | Caprauna 7.955529,44.115660 Colle S. Bernardo di Garessio | http://www.parks.it/grandi.itinerari/altavia/altavia10-11/altavia10-11.html (Tappa 10)
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| Karsamstag | Übernachtung: Albergo "S. Bernardo" - tel. 0174/81291 | |
| 2. 16.04.2006 | Etappe Colle S. Bernardo di Garessio - Giogo di Giustenice (Tappe 11, 12, 13) | |
| Ostersonntag | Übernachtung Pian delle Bosse (ore 0.30 circa)Rifugio Pian delle Bosse CAI - sezione di Loano (Coop Trace - tel. 019/586505)Notunterkunft 6 Betten | Von: http://www.cailoano.com/italia/rifugioIT3.htm
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| 3. 17.04.2006 | Giogo di Giustenice - Colla di San Giacomo (Tappe 14, 15) | |
| Ostermontag | Übernachtung Rifugio cappelletta S.Giacomo gestito dalla Parrocchia di Orco Feglino - tel. 019/699019 - 699146 | von: http://www.parks.it/grandi.itinerari/altavia/altavia15-16/altavia15-16.html
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| Oder (ca. 1 h weg): Agriturismo Il Frutteto 019/586375 in Mallare Scheint teuer! Halbpension €50,00 | http://www.ilfruttetodiefesto.com/home.html
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| 4. 18.04.2006 | Colla di San Giacomo - Le Meugge (Tappe 16, 17) | |
| Übernachtung Albergo "Le Meugge" (sehr fraglich, da keine weiteren Hinweise) Albergo Naso di Gatto (ca 15 min) Agriturismo La Chioccia 019/879141 La Chioccia Via Priocco, 63 Savona | ||
| 5. 19.04.2006 | Le Meugge - Prato Rotondo (Tappe 18, 19) | |
| Übernachtung Albergo " Pratorotondo" - Tel . 010/9133578 | ||
| 6. 20.04.2006 | Prato Rotondo - Passo del Turchino (Tappe 21, 22) | |
| Übernachtung ALBERGO TURCHINO Tel. +39 010 921369 Fax. +39 010 920791 Ristorante - tel. 010/631232 | http://www.hotelturchino.com/indexD.html
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| 7. 21.04.2006 | Passo del Turchino - Passo della Bocchetta à Pietralavezzara (ore 1.30 circa) Bus bis Pontedecimo (Tappe 23, 24) | Bus http://www.ali-autolineeliguri.it/feriali.html
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| Übernachtung ALBERGO NAZIONALE- Via Gallino 25 r - PONTEDECIMO - tel.010.7856692 BED & BREAKFAST CASA TORRE - Via Pizzorni 124 - CAMPOMORONE - tel. 010-793216 | ||
| Rückfahrt 22.04.2006 | Pietralavezzara bis Pontedecimo F.S. (ab 7:30) | |
| Bahn Pontedecimo - Tuttlingen | ||
| Angelo - Koteletta - Basta |
Soweit der Plan.
Abfahrt Gründonnerstagabend wie üblich ab Tuttlingen. Flo übernmmt die Autofahrstrecke bis KN. Robert stellt in Emmingen fest, dass er die falsche Wanderhose anhat. Während er die Hose wechselt, besorgt Klausi im Kaufland noch Sonnenmilch und Traubenzucker. Erste Etappe bis KN zu Bubi. Nachdem Knut vom Bhf. eintrifft werden Fressalien verteilt.


Nach oppulentem Frühstückbüffet mit Kaffee, Ovo und Müsli aus der Jungerhalde mit dem Bus zum Bhf. Via Zürich nach Mailand. In Mailand schon Chaos am Bahnhof. Halb Italien ist auf den Beinen. Es gibt zahllose Sonderzüge. Wir entschliessen uns einen früheren Sonderzug Richtung Genua zu nehmen, da der gleich weiterfährt Richtung Ventimiglia. Noch nicht mal aus dem Stadtgebiet Mailands draußen, hat uns der reguläre Zug bereits überholt. Wir stehen endlos auf irgendwelchen Nebengleisen. Dass wir in Albenga den Bus nach Caprauna erwischen wollen interressiert keinen Schaffner. In Mailand haben wir uns glücklicherweise noch mit Hr. Moretti gutgestellt. Er hilft uns beim Zeittotschlagen. Ab Genua stehen wir im überfüllten Zug. Ein freundliche Mitreisende können wir überreden bei Anselmo in der Locanda anzurufen, um anzukündigen, dass wir später eintreffen. Anselmo rät uns mit dem Taxi ab Albenga nach Caprauna weiterzufahren. Tatsächlich können wir nach der Ankunft vor dem Bahnhof ein Großraumtaxi ausmachen, das uns 5 für 50 € tansportiert. Der Fahrer räumt noch schnell alle Artischoken aus dem Kofferraum, und schon haben all PLatz. Mit zunehmender Höhe verdichtet sich während der Fahrt der Nebel. In Caprauna sieht man im letzten Tageslicht die Hand vor Augen nicht mehr.Wir installieren uns in Anselmos Nebengebäude, das er anscheinend als Ferienwohnung vermietet. Anschliessend zum Essen in die Kneipe. Leider ist das Menü nicht so deliziös wie im letzten Jahr. Zur Strafe fragen wir die anwesenden Gäste nach dem Einstieg zur Alta Via. Nachdem man kollektiv versucht uns mit Worten die Wegbeschreibung zu vermitteln und wir uns dabei offensichtlich unveständig zeigen, werden wir ins Auto gebeten und durch Nacht und Nebel zu einem Wegweiser gefahren der von der Hauptstrasse in den Berg abzweigt. Trotz extremen Kurvenschneidens kommen heile wieder zurück und verbringen die Nacht in dem Glauben den Weg für den nächsten Tag zu kennen.
Das Frühstück mit Keks und Caffe Latte ist wie erwartet karg. Danach gehts durch den Nebel hinauf zum Colle San Bartolomeo d'Ormea. Ob der schlechten Beschilderung, dem dichter werdenden Nebel und dem ersten Tag im Gelände steigen wir mehr wild als auf einem Weg immer weiter auf, bis wir die bekannten AV Markierungen finden. Als wir den Markierungen weiter folgen stellt sich heraus, dass wir zwischen dem Monte Armetta und dem Colle San Bartolomeo auf den Weg gestoßen sind. Nach dem Colle Prione geht es durch den Nebel allmählich immer steiler werdend zum Monte Galero hoch. Nach den gestrigen Strapazen beim Zugfahren tun wir uns noch sehr schwer an der Steigung. Monsterrobert stapft tapfer voraus. Wir verweilen nur kurz und machen uns auf den Abstieg zum Colle San Bernardo di Garessio wo es ein Albergo geben soll. Wie befürchtet können wir dort nicht übernachten, weil die Zimmer noch im Rohbau sind. Nach zwei Bier wackeln Wir also teils auf der Passstrasse teils im Gelände hinunter nach Garessio. Die dritte von drei Albergos im Ort hat geöffnet und verkauft uns drei Zimmer für eine Nacht. Die Bedienung im Restaurant ist ebenfalls zufrieden mit uns. Jedenfalls begrüsst sie jede unserer Bestellungen mit einem "grandioso". Kaum verwunderlich, denn was immer sie als erstes vorschlägt für einen Gang, wir nehmen es. Ob der Strapazen des Tages kämpft Knut während des Abendessens mit seinem Magen. Ein Ramazotti sollte helfen.
Wir werden bei strahlendem Sonnenschein wach. Wenn nur nicht der zweistündige Aufstieg zum Colle San Bernardo bevorstünde. Doch die Wirtin kann uns ein Taxi vermitteln, das uns die Passstrasse hinaufkarrt. Da auch noch der Tante Emma Laden neben dem Hotel geöffnet hat steht einem Frühschoppen auf der Passhöhe nichts mehr im Wege. Vom Colle geht es entlang einer asphaltierten Strasse bis zum Colle Scravaion. Wir kommen allmählich in Fahrt. Die Strecke bis zum Giogo di Toiran vergeht wie im Flug. Von dort geht es erneut schweißtreibend hoch zum Monte Carmo. Leider hat sich das schöne Wetter schon längst wieder verabschiedet und wir steigen näher zum Hochnebel. Wie üblich zieht sich das Erreichen des höchsten Punktes hin. Dennoch sind wir gegen 16 Uhr bereits am Giogo di Giustenice. Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir die Nacht im ca 1 Std entfernten Rifgio Pian del Bosse verbringen mit der Aussicht auf ein Sechs-Betten-Notlager oder noch eine Etappe anhängen um im Rifugio Heidi am Colle di Melogno unterzukommen. Wir versuchen tatsächlich bei Heidi anzurufen und kriegen mit einem Kauderwelsch aus Italienisch, Deutsch und Englisch heraus, dass es dort keinen Platz mehr gibt. Obwohl keiner so richtig Lust auf Miracolix hat, müssen wir zum Pian del Bosse absteigen für die Nacht. Als wir ankommen wittern wir Morgenluft. Wir sind nicht die einzigen am Platz und die anderen haben einen Schlüssel für die Hütte. Obwohl keiner von denen mit uns etwas zu tun haben will, drücken wir wie die Kälte in die Hütte. Das Notlager sieht zudem nicht sehr einladend aus.Scheinbar sind unserer Mitbewohner aber nur der Vortrupp einer grösseren Gruppe, die zufuß aufgestiegen ist. Die bleibende ablehnende Haltung der Italiener bringt uns dazu uns wieder nach draussen zu orientieren, wo vor dem Rifugio ein Grillplatz angelegt ist. Wir verursachen keine weiteren internationalen Verwicklungen und beziehen das Notlager: zwei dreistockige Betten mit alten Matratzen. Dann kommt es beim Kochen noch zu allem Überfluss. Die halbgaren Nudeln landen auf Roberts Schoss, da der Kartuschenkocher ins Wanken kommt. Chefkoch Roli wirds zuviel. Er steigt auf flüssige Nahrung um. Fast der ganze Rum fällt ihm zum Opfer. Kurz nach dem Zubettgehen lässt er sich alles nochmals durch den Kopf gehen. In der Hoffnung keine nächtlichen Besucher (große oder kleine) zu haben, schlafen wir ein.

Lecker Ovo-Fussnagel Mix mit Müsli verspricht einen wunderbaren Tag. Knut verbrennt kurzerhand noch all unserern Müll im aufgefrischten Lagerfeuer. Dass die Alubeschichtung mancher Tüten nicht brennbar ist hat er wohl vergessen.
Bis wir zum Colle di Melogno kommen ist der Nebel schon wieder hereingezogen. Da es dort aber eine Gaststätte gibt, vervollständigen wir die Morgentoilette mit Moretti und Wurst. Anschliessend geht es unspektakulär weiter über vibramfressenden Asphalt. Bei Madonna della Neve machen wir Mittagspause und überlegen, wie wir die restliche Tour des Tages planen. Da es am Ziel am Colla di San Giacomo definitiv keine Übernachtungsmöglichkeit gibt, entscheiden wir uns nach den Empfehlungen der
Alta Via Website Richtung Mallare zu halten. Die Etappe zieht sich dann quälend lange hin. Es geht zwar tendenziell eher bergab aber das hilft kaum, wenn bei jedem Schritt ein stechender Schmerz den Fuß durchzuckt. In Mallare sehen wir offensichtlich bereits so bedauernswert aus, dass uns ein Anwohner eine Falsche Wasser mit Gläsern holt. Wir nehmen gerne an. Das Wasser in den Siggflaschen ist eh noch von heute morgen und total durchgeschüttelt. Anderthalb Kilo Ballast, damit wir nicht davonfliegen. Es stellt sich heraus, dass das Agriturismo, das sich im Ort befinden soll auf halbem Weg in Richtung Colla San Giacomo liegt. Also eine weitere halbe Stunde. Das restliche Wasser wird uns freundlicherweise überlassen. Da Knut sich so sehr sorgt, ob ich die Bürde dieser Wasserflasche auch noch tragen kann, pfeffere ich sie ausser Sichtweise in den Gulli. Als wir zum Agriturismo kommen platzen alle Träume. Es ist geschlossen. Roli und Bubi stiefeln schon mal weiter und überfallen ein Edelrestaurant mit der Frage, es Platz für fünf stinkende Wanderer gäbe. Erstaunlicherweise nicht. Währenddessen bewegt sich im Agriturismo doch etwas. Ein Herr in Kochmontur, der sich als Chef entpuppt, offeriert uns Zimmer in einem umgebauten Pferdestall. Der albanische Stallknecht weist uns an alles tranquillo zu sehen und setzt sich geradezu rührend für uns ein. Er wittert Unterhaltung für den ansonsten ruhigen Abend. Der Chef bietet uns die Reste der Küche als Abendessen an: Pommes, restlichen Braten, Salami, Bier, etc. Dazu gibt es einen Cocktail aus Resten der Bar: Ribisellikör, Sekt und Pfirsichsaft. Selbstgekelterten Wein gibt es selbstredend. Eine Falsche davon und noch einen weißen nehmen wir noch zum Hock im Pferdehof.
Unser albanischer Freund macht uns noch ein ordentliches Frühstück. Seine Freunde sind derweilen schon daran die restlichen Pferdeställe in Zimmer umzubauen. Zum Colla di San Gaicomo dauert der Aufstieg ein Stunde. Wir beschäftigen uns mit IT Technologien, Blueberries etc. Es geht unspektakulär weiter via dem Colle del Termini weiter bis Altare. In der Bar fällt die Entscheidung sich mit Bier und Lebensmitteln zu versorgen. Wir wollen weiter Richtung LeMeugge und uns eine Bleibe notfalls unter Tarp zu suchen. In der Nachmittags- und Abendsonne geht es sich gemütlich, bis das Bier seine appetitanregende Wirkung zeigt. Da kommt die Esskurve gerade recht. Wir fallen schon mal über das Brot und die Thunfischdosen her. Als wir gerade wieder aufbrechen wollen, hält doch noch ein Transporter aufgrund unseres ausgestreckten Daumens. Der freundliche junge Mann am Steuer kann sich wohl sofort in unsere Lage versetzen und bietet uns an, uns ein Stück mitzunehmen. Es müsste allerdings erst noch seinen Anhänger reparieren, den er in einem Holzschlag stehen hat. Wir haben sowieso nichts besseres vor und fahren mit. Er verspricht uns, uns anschliessend im Albergo in Le Meugge abzuliefern. Doch die Reparatur zieht sich. Schliesslich reißt er das Getriebe des Anhängers an der Kette mittels des Treckers aus der Halterung. So kommen wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit doch noch aus dem Kahlschlag heraus und nach Le Meugge. Da unser Helfer auch nicht vom Ort ist, muss er selber nachfragen. Selbstverständlich gibt es weit und breit keine Übernachtungsmöglichkeit. Unser Fahrer gehorcht seinem Samaritersyndrom und nimmt uns kurzerhand in die nächste größere Stadt mit, wo er einen Kumpel hat, bei dem wir übernachten können. Damit wir wieder auf die Alta Via kommen, bietet er an uns am nächsten Morgen wieder abzuholen und hochzufahren. In Cairo Montenotte angekommen sehen wir im Stadtkern ein großes Hotel. Wir fahren daran vorbei und in eine dunkle Gasse. "Don't think anything strange". In dem Haus, in dem wir übernachten sollen, lebt kein einziger Italiener. Graffiti zieren den Hausflur. Gott sei Dank ist der Kumpel nicht zuhause und seine Telefonnummer ist nicht bekannt. Wir überreden unseren Helfer uns zum Hotel Torre zu bringen. Ab diesem Zeitpunkt begreift er wahrscheinlich, dass wir doch über mehr Mittel verfügen, als er uns zugetraut hat. Wir danken trotzdem herzlich, wissen aber immer noch nicht wie der Samariter heißt.
Das Hotel in Cairo ist zwar voll, aber man vermittelt uns in ein Hotel in Ferrania. Wir werden selbstverständlich abgeholt. Zuvor essen wir zu abend im Hotel Torre in Cairo. Bei der Abholung treffen wir auf neue Samariter. Sie erklären uns, wie wir am nächsten Tag wieder auf die Alta Via kommen. Mit Zugfahrt und Alternativroute und, und, und... Ich kann keine guten Ratschläge mehr hören. Ich möchte nach Stunden der Achterbahnfahrt meinen Weg wieder selbst bestimmen. Er führt mich ins Bett. Gute Nacht!

Das übliche Frühstück. Vom Bahnhof, der gegenüber dem Hotel liegt brauchen wir ledigliche eine Station weiter zu fahren. Man kann dafür aber locker 2 Stunden brauchen, wenn man beim ersten Versuch ein Paar Wanderstöcke auf dem Bahnsteig stehen lässt. Das beschert Christof und mir eine Busfahrt zurück und ein Bier in der Bahnhofskneipe. Die Stöcke stehen unberührt noch auf dem Bahnsteig. Durch ein langgezogenes Tal folgen wir einem Bachlauf aufwärts. Als wir uns bereits in der Nähe des Alta Via wähnen, versagt unsere Orientierung und wir gehen in dem dicht markierten Gebiet etliche Irrwege. Endlich finden wir die Markierungen und daran wenig später auch ein Albergo, wo wir uns noch mit einigen Bier für die Mittagspause eindecken. Am Südhang der ligurischen Bergkette geht es immer dichter an die Küste. Zwischenzeitlich kann man das Meer in der Ferne erkennen. Christof beginnt die Saat für Heimweh zu sähen. Je näher der Abend rückt, desto mehr fehlen ihm die Schnuckels. Schon hat er Roli überzeugt, dass am nächsten Tag auch keine Königsetappe mehr kommen wird und es Sinn machen würde früher nach hause zu fahren. Die wartenden Damen würden sich sicher freuen. Bis zum Abend kann die Mehrheit der Versuchung noch widerstehen. Wir gelangen bis zum Passo del Giove. Dort offeriert das Albergo Zimmer und Holzofenpizza. Trotz der Biergläser mit UEFA Enblem gibts keine Championsleague, weil kein Fernseher verfügbar ist. Wir verspeisen ein Pizzapotpourri und zum Nachtisch eine Nutellapizza.
Vom Passo del Giove brechen wir bei Nieselregen auf. Hoch gehts zum Monte Beigua. An der Telegrafen- und Fernsehstation begeht Knut seinen 10-jährigen Monsterwanderer. Wir kaufen alle Bierreste auf die das kleine Resturant zu bieten hat und nehmen windgeschützt hinter der Kneipe unser Mittagsmahl ein. Sozusagen Resteessen, denn wir haben beschlossen unsere Frauen zu überraschen und schon einen Tag früher heimzukehren. Wir steigen also leicht und beschwingt Richtung Alpicella ab.Beim Wirt am Platz lassen wir uns Heineken für 8 € einschenken. Dafür bekommen wir aber auch ein Sammeltaxi gerufen, das uns nach Varazze zum Bahnhof bringt. Wir machen ebendort noch die Sitzplätze für die Heimfahrt klar und suchen dann einen Campingplatz. Nachdem uns die Hinweisschilder ins Nichts führen kehren wir um. Wir steigen in den nagelneuen Yachthafen ein, um von der vielbefahrenen Küstenstrasse wegzukommen. In einem der noch leeren Tourihotels mieten wir uns ein. Mit etwas frischem Proviant ausgestattet setzen wir uns auf die Mole und nehmen ein Amuse Geule. Die Auswahl an Restaurants für die anschliessende Pizza ist noch dürftig. Die meisten Gaststätten warten noch bis zum Siasonanfang. In der Pizzeria, die wir dann wählen wird man schon wieder wie der gewöhnliche Meeresurlaubertourist behandelt. Pizza Hawaii bei Preisen wie daheim. Noch ein, zwei Absacker in einem Pub am Eck und in der Hotelbar dann gehts ins Bett.


Zugfahren ist und bleibt ein Abenteuer. Bis Mailand geht alles noch reibungslos. Aber ser CIS Alpino der uns nach Zürich bringen soll verspätet sich erheblich. Ab Zürich stehen wir dann mit vielen Tages und Wochenendpendlern.Ute und die Schnuckels begrüssen uns in KN. Die Wege trennen sich. Knut wird mit dem Katamaran Richtung FN weiterfahren. Rober, Roli und ich nehmen den Regionalzug nach TUT.
Bis nächste Ostern!
berichte2006, Rev. 60, Zuletzt geändert 2007-01-30 21:12, 1554 Aufrufe