
Wir treffen uns im Anwesen, eigentlich um 17.30 Uhr. Nur der Neue kommt etwas später, dafür aber zu dritt.Auf der Fahrt mit dem Bummelzug nach Ulm versuchen wir durch das Holsten bis zum FüPi vorzudringen. Die Klappsitze erfordern gesteigerte Aufmerksamkeit, die nicht bei allen vorhanden ist. Wir schaffen es bis Bozen ohne uns noch neben weitere Stühle zu setzen. Allerdings müssen wir noch 1 Std. entlang der Autostrada zur Talstation der Seilbahn gehen. Dort Notlager.
Die 8.30 Uhr Gondel trägt uns nach Kohlern, wo wir einen Cappuchino zum Frühstück nehmen. Jetzt geht es aber endlich los. Nach
200 Metern erste Orientierungsschwierigkeiten. So geht es eine Stunde, dann wird Knut die Karte entzogen.Dann auf
eindeutiger Route über Deutschnofen in den ersten Schneeaufstieg hoch zum Kloster Maria Weißenstein. Wir übernachten im Wallfahrerhotel,
kochen aber Miracoli en camera.

Oppulentes Frühstück, und runter über kilometerlange Loipen. Wir durchschreiten
den Grand Canyon Südtirols. Uns überraschen die ersten Schneeflocken aus heiterem Himmel. Doch als wir von Oberradein absteigen ist alles
wieder con Lacko, und wir haben wie üblich Hundebegleitung bis runter.Trotzdem unangenehm für die Kreuzbänder.
In Truden wird Mittag gemacht und der Feuerwehrobmann beerdigt.Wir umrunden das Trudener Horn und suchen ab dem Lago Bianco einen Nachtlagerplatz.
Einziges Problem: Wasser. Knut und Bubi finden nichts, aber wir haben Glück und es findet sich eine brackige Quelle 500 Meter neben dem Ferianhaus, wo wir unser Nachtbiwak aufschlagen. Natur nachts alles inklusive. Kälte, Feuer, Erbseneintopf, Kauz, Funkenflug, gefrorene Ausdünstungen an der Zeltplane.


Wir brechen unser Lager noch vor dem Frühstück ab, und bereiten uns in Gfrein den Klassiker unter den Outdoor Breakfasts zu. (Ovo-Fußnagelmischung, siehe Wandererlatein) Nicht mal Knut kann sich durchsetzen und ein Stück Käse "rund um Brot" zu bringen. Die Tour geht eher flach bis zm lago Santo. Mittlerweile habe wir CHIRON und ZEISER durchdiskutiert. Am Lago Santo werden wir bestaunt, bekommen jedoch auch unser Osterei. Dann steigen wir tief ab. Den folgenden Aufstieg gehen wir mit dem Ziel an, noch in der Sonne in Segonzano ein Bier zu trinken. Doch die Sonne war schneller weg, und das Albergo chiuso! Mit der üblichen Nachtlagermotivation beginnen wir den Aufstieg. An mehreren Übernachtungsplätzen schießen wir vorbei, in der Hoffnung in Bedollo das erwünschte Albergo zu finden. Doch wir sind auf die Hilfe eines freundlichen Seat-Ibiza-Fahrers angwiesen, um in fester Behausung unter zu kommen. Ausklang des Abends mit Pasta, Grappa, Doccia und lecer Eistee alla Pescha.


Nach leckerem Frühstück mit molto Prosciutto starten wir in herrlichem Sonnenschein, nachdem wir dem Vater der Spaghetteria erklärt haben, er könne jetzt Martini trinken und bräuchte uns nicht zu fahren. Wunderschöner erst am Bach, dann durch Wald, bis wir-wie immer- vor einem Abgrund stehen und die Markierung verloren haben. Wer hatte die Karte? Knut! Also Kartenentzug für den ganzen Tag- mehr als verständlich. Gegen 12.00 Uhr Ankunft am Rifugio Tonini. Wirt telefoniert und sagt:"Tutto con lacko" - Aufstieg nixo Problemo. Dann aber durch Firn (gefroren) hoch, huh! Plötzlich stehen wir vor einer Abzweigung und wissen nicht, ob wir sie unbedingt oder af gar keinen Fall nehmen sollen. Diskussion:"Awah, alles behindi" (Roland), "Ich steig sofort ab" (Knut) - also volles Programm. Während der Debatte, ob wir den ganzen Schrott wieder zurück laufen kommt plötzlich ein lustiger Italiener con Schlampo e cane. Ohne Handschuhe bzw. Gepäck erzählt er von seiner Tour über sämtliche 3000er Italiens, worauf wir spontan beschließen(Knut:"Jetzt lauf ich da hoch") wahre Männer zu sein. Also hoch über Schnee, am Grat entlang, bis wir dann doch den Gipfel ereichen (zeitgleich mit dem Bregenzer Kegelclub). Geröllabstieg, weiter über Schneefelder, bis plötzlich Roland 10-15 Meter in 1,3 sec. abrutscht. So, jetzt reicht´s! "Der Christof kriegt an Lachkrampf, der Klausi kriagt a Wut, Roland denkt sich:Nix wie weg, da kommt der böse Knut!" Gemütlicher Abstieg nach Palai im Fersental, wo wir ein komplettes Hotel eröffnen. Freude schöner Götterfunken, lecker Abendessen, Wein, Grappa, also zum Schluss die fällige Belohnung. Salute!


Sonnenschein, angenehmes Frühstück im Privathotel in Palu del Fersina. Nachdem wir alle unsere Männlichkeit unter Beweis gestellt haben und die großen Hörner an diversen Schneefeldern und Felskanten abgestoßen haben, stand einer gemütlichen Tour nichts im Weg. Idyllischer Aufstieg im Val Cava. 3 h Fahrstraße und abschließend sanfter Aufstieg auf La Bassa im Altschnee. Nun war der Spaß vorbei, 1300 Höhenmeter Abstieg nach Levico Therme. Während des Abstiegs treffen wir die hessischen Haussmanns mit Christof. Die 3 jugendlichen Jungs treffen wir nicht. Etwas später treffen wir die Geschwister Schneider:" Halt! Wo geht´s hier hin, Sie dreckiges Schwein! Mal sehen was du kannst. 16:4 ? -6!- falsch!- Aua! In levico Therme sitzen wir wie die Assinger (Klausi) am Marktbrunnen, bevor wir den Campingplatz zwecks Nachtlager aufsuchen. Dor schenkt uns dann noch der Platzwart von Greuther Fürth einen Sixpack Kulmbacher. Dann haben wir lecker gekocht und einen Grappa getrunken (zusammen).
Nachdem Knut Levico leergekauft hat gehen wir gegen 10.30 Uhr los. Das Hinweisschild: "BERGSTEIGER PRÜFE DEINE SEILE UND HAKEN" wissen wir (noch) nicht zu deuten. Als das Gerölfelde steiler und die Stahlseile weniger werden, drehen wir als vernünftige Wanderer natürlich um. Nach ca. 1000 Km Asphaltstraße hören wir den Bus nach Carbonare noch hupen. Wir nehmen nicht den Autobus sondern den Corriere (siehe Wandererlatein) um halb sieben. In der Zwischenzeit Bier und großer Dalmuti. Im Sporthotel Essen und Grappa aus Siggflasche. Hoffentlich hat Deutschland gegen Albanien gewonnen und hoffentlich kriegt die TG TUT nächste Saison eine Mannschaft zusammen (siehe knowhow).
Scheiß Frühstück! Kein Formaggio, kein Nix, trockene Weckle, etc.... Pünktlich um 8.56 Uhr Abmarsch, durch Wald bis zum Fort Cherle, 3x rundrum (So kommer nie nach Rovereddo) 13.30 Passo Coe, 8x lecker Heineken, Roland macht Sprachkurs mit Sonnenanbeterin. Leicht angetrunken über Skipisten, dann endlos Hänge auf und ab. Abstieg nach Serrada. Bier vom Alimentari (Knut bestellt sich ein "glace"). Albergo, lecker Bier und duschen. Edles Abendessen (Oh Gott, wer sol das zahlen?), wir trinken Wein und Grappa im Zimmer.

Früh raus (7.45 Uhr), wieder schrottiges prima colazione und ab geht´s. Klausi telefoniert noch und muss nicht am 06.04.97 nach Taiwan , Jupieh, und 600 Höhenmeter rückwärts auf einem Bein rauf. Elendig langer Abstieg nach Rovereto. Am Bahnhof lassen wir locker den IC nach Verona sausen, denn unsere Regionalgurke kommt ja "sopresso". Was heißt eigentlich "sopresso"? Ah, Fahrdienstleiter streike, nixe fahre. Nach 12 (16?) Heineken dann doch nach Verona und direkt nach Milano. Knuts erstes Mal im MC Donalds verläuft glimpflich, bis er von einem italienischen Zwerg um eine Zigarette angepumpt wird. Selbst eine im Mund dreht er sich weg, und wird prompt fast von ihm überfahren, mehr als verständlich.(Roland:"Selbst der kleinste Italiener hat doch seine Menschenwürde") Roland und Bubi kaufen Bier für die Nacht, um dann von Klausi die gute und die schlechte Nachricht zu hören. Wartesaal ist chiuso, abe res gibt einen anderen. Nachdem wir es uns dort gemütlivh gemacht haben wieder eine gute und eine schlechte Nachricht. Chef schließt ab und wir müssen raus. Spontan und verzweifelt besteigen wir den letzten Zug nach Chiasso. Oho, leerer Wartesaal und warm.
Dösen bis 5.30 Uhr, dann ab nach Zürich und Singen. Während der Fahrt noch Vesper (Brot, Bier, Wein, Käse und lecker Würstle), alles um 8.00 Uhr. In Singen tränenreicher Abschied, Bubi fährt nach KN, der Rest heim nach TUT.










berichtee5, Rev. 31, Zuletzt geändert 2007-01-25 20:37, 976 Aufrufe