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In der Hütte des französichen Alpenvereins ist das Frühstück erwartungsgemäß zweckmäßig. Der guardien ist immer noch nicht gesprächiger. Es scheint er weiß nicht so recht, ob er deutsch mit uns reden muss oder ob wir sein französisch verstehen werden.
Bei schneidendem Wind schnallen wir die Raquetten an und machen uns Richtung Route de Crêtes auf den Weg. Ohne Spur versuchen wir auf die Fahrstraße zu gelangen. Wir orientieren uns an den Geräuschen der Pistenraupen des Skigebietes am nahegelegenen Col de la Schlucht. Die Pistenraupen entpuppen sich als gigantische Schneefräsen, die den Parkplatz der Langlaufloipen freischaufeln. Auf der mehr oder weniger geräumten Fahrstraße gelangen wir bis kurz vor das Auberge ferme Breitsouze. Es liegt im Skigebiet Kaltenirgendwas. Da wir uns von der falsche Seite nähern, brauchen wir 10 Minuten, um den Eingang zu finden. Drinnen wird schon kräftig gekocht und wir erliegen Quiche mit drei Käsesorten und zwei Bier. Zum Abmarsch einen Kirsch aufs Haus. Danach ist die Fahrstraße unberührt, der Schnee türmt sich darauf auf und Stunden vergehen mit belgischem Kreisel durch über 2 m hohe Schneeverwehungen.
Gegen drei Uhr unterhalb des Schweissel !!!! gestehen wir uns ein, dass das Tagesziel ???? nicht erreichbar ist. Wir zweigen ab zum Abstieg nach Kruth. Schon wenige Höhenmeter tiefer wird der Schnee nass und schwer. Noch weiter können wir aber erstmals eine Pause ohne Schneefall auf einer Sonnenbank mit Schokolade geniesen. In Kruth orientieren wir uns vor der geschlossenen Post mit 2 Packeten Kronenburg und einem Rest Leffe. Das Restaurant, das das "Gold unserer Heimat" offeriert hat Gottseidank keine Zimmer. Weiter unten an der Thur liegt aber der Gite
Zum Aperitif erzählt uns Gerard, wie ihn sein Lebensweg bis an diesen Ort geführt hat. Wir erklären, radebrechen oder stammeln, wie wir unseren Lebensunterhalt erarbeiten. Währenddessen gart in der Küche eine Monsterforelle, die Tage zuvor noch in der Tur geschwonnen sein soll. Die Forelle reicht für sechs Personen, auch wenn sich mancher etwas benachteiligt vorkommt. Nach der Flasche Hauswein schenkt Gerard einen Edelzwicker von Seppi Landmann zum Munsterkäsenachtisch aus. Wir politisieren. Dabei kommen auch Sebastian Leub (dernier, qui a gagnée Monte Carlo) und Sarkozy (dernier, qui a montée Carla) zur Sprache. Als nächstes watschen wir die Schweiz zuhause mit 0:4 ab. Bubi hat währenddessen schon begonnen den Internetauftritt unseres Gastgebers einzudeutschen. Da er unverhoffterweise noch zu der Übersetzung kommt, hört Gerard bald auf die Digestifs zu zählen. Gegen ein Uhr beginnen wir die deutsche Version in Englisch umzusetzen.
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suedpolexpedition, Rev. 9, Zuletzt geändert 2008-05-04 13:08, 209 Aufrufe